Lärm durch Hochgeschwindigkeitszüge


Die bisherigen Vorhersagemodelle für Eisenbahngeräusche sind nicht auf Hochgeschwindigkeitszüge anwendbar (> 300 km/h), da neue, durch den Wind erzeugte Schallquellen erst durch die hohe Geschwindigkeit entstehen. In Südkorea werden derzeit Züge (HEMU) mit einer Betriebsgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h gebaut.

Sound View Instruments führt zusammen mit KRRI (finanziert vom Ministerium für die Infrastruktur auf dem Land und dem Verkehr, Korea) Mikrofon-Array-Messungen durch, die die Ausbreitung des Schalls in der Umgebung vorbeifahrender HEMU Züge bei Geschwindigkeiten von über 400 km/h misst. Dabei sind die wichtigsten Schallquellen im Bereich des Drehgestells und umliegender Geräte (z.B. dem Pantographen), der auf dem Dach montiert ist, zu finden. Dank der Erkenntnisse, die aus den Mikrofon-Array-Messungen gewonnen wurden, konnten neue Verfahren für die Lärmprognose von Hochgeschwindigkeitszügen in Südkorea entwickelt werden.

Lärm durchHochgeschwindigkeitszüge

 

Die nächste Generation von Hochgeschwindigkeitszügen aus Korea. Der HEMU-430X, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 430 km/h.

Mikrofon-Array

Mikrofon-Array, aufgebaut am Streckenrand, für die Messung der Geräuschentwicklung des HEMU.

Soundkarte der Schallausbreitung

Soundkarte der Schallausbreitung des HEMU, die sich aus den Mikrofon-Array-Messungen ergab.